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Yogalehrer Ausbildung – Modul 5

Themen des 5. Moduls:

  • Anatomie
  • Angewandte Anatomie

Beschreibung:

Mittelmässige Stimmung und gedämpfte Vorfreude auf das Anatomie Wochenende? Siehst du dich schon zwei Tage lang in einem abgedunkelten Raum vor dem Beamer sitzen und dir die 1000ste Power Point Folie über den Aufbau der Knochen anschauen? Am Besten noch in einem angenehm warmen Raum, so dass einem gefühlt schon nach 5 Minuten die Augen zufallen? Das kenne ich sehr gut. Der Vortrag kann so spannend sein, wie das Warten auf die neue Folge der Lieblingsserie, aber man schafft es einfach nicht wach zu bleiben. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert: Beine ausstrecken und so lange wie möglich in der Luft oben halten, bis die Muskeln zittern, kaltes Wasser trinken oder ganz aufrecht Sitzen. In so Momenten hilft einfach nichts.

Theorie und Praxis

Aber sicher nicht mit uns! Das Wochenende besteht aus einer gesunden Mischung von Theorie und Praxis. Total wichtig ist für mich wirklich immer der Bezug zur Praxis. Warum ist das wichtig für mich als YogalehrerIn? Was ist mein Mehrwert? Welche wichtigen Hinweise liefert mir das für die eigene tägliche Praxis oder für meinen Yoga Unterricht?

Anatomie und Yoga

Das Anatomie Wochenende hat ein unheimlich großes Potenzial. Du lernst nicht nur die wichtigsten Körpersystem kennen, wie etwa das Lymphsystem, das Nervensystem, das Drüsensystem oder das Hormonsystem, sondern auch die wichtigsten Muskelgruppen. Wir beleuchten immer wieder den Zusammenhang zu verschiedenen Yoga Praktiken oder Asanas. Wie kann man regulierend oder ausgleichend einwirken?

Angewandte Anatomie

Ausserdem wirst du lernen, in wie fern die angewandte Anatomie dir Aufschluss gibt, wie du deine SchülerInnen und Schüler bestmöglich unterstützen kannst. Vielleicht hast du schon mal was von ROM gehört. ROM ist die “Range of Motion”. Das bedeutet konkret: wie groß ist dein passiver und aktiver Bewegungsradius? Welche Auswirkungen hat dieser Bewegungsradius für die Yogastunde? So einiges! Du kannst bereits durch ein paar einfache Warm Ups feststellen, wo deine Yogaklasse steht und ob du eventuell dein vorbereitetes Programm leicht abwandeln musst. Und genau das macht den kleinen, aber feinen Unterschied darin, ob sich deine Yoga SchülerInnen und Schüler abgeholt fühlen, wo sie gerade sind oder auch nicht.

Wir passen die Asana dem Körper an – und nicht umgekehrt!

Jeder Körper ist anders uns jeder Körper braucht etwas anderes. Es gilt zu erkennen, wo es Hilfestellung benötigt und wo schlichtweg eine Alternative angeboten werden sollte. Mir ist es extrem wichtig, die Menschen auch immer wieder daran zu erinnern, dass es nicht darauf ankommt, wie weit man in die jeweilige Asana hineinkommt oder wie lange man sie aushalten kann, sondern, wie sie sich für einen selbst anfühlt.

Hilfestellungen anbieten

Es geht immer um ein Ausloten. Und das muss jeder für sich selbst tun. Wir als Yogalehrerinnen und Yogalehrer können Hilfestellungen anbieten, aber jede/jeder sollte für sich selbst entscheiden, was genau am heutigen Tag gebraucht ist. Es sollte immer der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht die Asana. So das Yoga auf allen Ebenen ein positives Erlebnis ist – und das am Besten noch mit Glücksgefühlen.

Ja, so spannend kann Anatomie sein!