Meditation

Es gibt Meditationsarten wie Sand am Meer. Mantrameditation, Kerzenmeditation, Gehmeditation, Singmeditation oder die gute alte Atemmeditation sind nur einige Beispiele. Verschiedene Gurus und Meditationsmeister haben zusätzlich Meditationen etabliert, die zwischen einer Minuten und einer Woche lang dauern können. Wie soll man da wissen wie man am besten meditiert?

Meditation und ihre Mythen

Unbequemes langes sitzen am Boden und das mehrere Stunden am Stück. Alle Gedanken am besten weg-ignorieren und so zur Erleuchtung finden. Das sind die typischen Szenarien, die vielen Leuten zum Thema meditieren einfallen und meist auch die Gründe, warum gar nicht erst ein Versuch gewagt wird in diese Welt einzutauchen. Die Realität muss jedoch nicht so aussehen. Meditieren heißt zur Ruhe kommen und sich von jeglicher Art Stress zu distanzieren. Beim meditieren lassen wir die Außenwelt zurück und Konzentrieren uns auf das Innen. Wie man das macht ist nicht unbedingt vorgegeben. Man kann beim Spaziergang durch den Park genauso meditieren wie Abends im Bett vor dem schlafen gehen.

The Monkey Mind

Dieser Ausdruck kommt aus dem Buddhismus und bezeichnet unseren Geist im heute normal gewordenen Zustand. Wir hetzen von einem Gedanken zum anderen, planen unseren Morgen, unseren Alltag und Arbeitstag, Abendessen und den nächsten Urlaub. Zusätzlich sind wir unter ständigem Informationseinfluss durch unsere Smartphones und andere Elektronik. Unser Geist steht nie still. Die Meditation soll helfen uns von diesem Stressfaktor zu distanzieren und unsere Gehirnwellen zu verlangsamen.

Dadurch kommen wir von einem bewussten Geisteszustand in eine Art unbewussten Zustand. Auf diesen mentalen Zustand reagiert dann auch unser Körper. Das Herz beginnt in Koheränz zu schlagen, die Ausschüttung diverser Stresshormone wird reduziert und der Körper kann sein Potential besser ausschöpfen. Ruhige, positive Gedanken bzw. ein ruhiger Geist wirken sich demnach positiv auf unseren Körper aus.

Die heilende Kraft der Gedanken

Das heißt also der Körper und unser Geist können in einem Zustand der Meditation, in dem man sich von allem Materiellen distanziert und versucht mit seinem ganzen Bewusstsein präsent im hier und jetzt zu bleiben, geheilt werden. Je mehr man sich mit diesem Thema beschäftigt desto mehr wird einem die heilende Kraft der eigenen Gedanken bewusst. Es gibt Menschen, die innerhalb kürzester Zeit von Alpha Gehirnwellen zu Theta Gehirnwellen wechseln und was die Gehirnscans und Messungen für Auswirkungen auf den Körper feststellen konnten ist unglaublich. Unser Körper ist durch reine Gedankenkraft in der Lage sich zu heilen.

Sich selbst überkommen

Vereinfacht ausgedrückt geht es beim meditieren darum konzentriert zu bleiben. Jeder ablenkende Gedanke hat seine Daseinsberechtigung – aber schaffen wir es, diese Gedanken zu akzeptieren und können wir Körper und Geist maximal entspannen und die positiven Auswirkungen des frei-seins von Stress genießen? Und genau wie im Yoga, und wahrscheinlich allen anderen Dingen im Leben, macht Übung den Meister. Je öfter man in diesen Zustand der Meditation findet, desto einfacher wird es dort zu verweilen und desto länger werden auch die einzelnen Meditationen.

Eines der vielen Erfolgsrezepte lautet: meditiere am Morgen. Bevor dein voller Alltag dich automatisch entschuldigt weil heute einfach keine Zeit ist. Nimm dir die Zeit. Jede Minute stressfrei zählt.

Empfohlene Literatur: Dr. Joe Dispenza “Werde übernatürlich” und “Ein Neues Ich”

Mehr über die Meditation lernst du in der Yogalehrer Ausbildung im Modul 6 und in unserer Meditationlehrer Weiterbildung.

Hier erfährst du mehr über alle Module der 200h Yogalehrer Ausbildung.

Hier noch eine Übersicht von allen Modulen der Yogalehrer Ausbildung:

Autor:
Carmen Jedinger
Yoga Teacher & Teacher Trainer