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Armbalance

Das gefürchtete Wort, auf das meist der Satz “das könnte ich nie” folgt. Diese Asanas sind jedoch keine Abschrecktaktik oder rein den Instagram – Akrobaten vorbehalten. Sie sind ein Teil des Yoga und helfen, den Körper kennenzulernen, die eigenen Grenzen festzustecken aber auch auszudehnen und das Selbstbewusstsein ein Level nach oben zu heben. Aber wie beginnt man am besten seine Armbalance Praxis?

Klein beginnen

Es gibt verschiedene Posen, die den Körper und seine Muskulatur ideal auf Armbalance Posen vorbereitet. Ein Beispiel dafür ist Chaturanga (Stockhaltung), Phalakasana (Planke) oder auch Vasisthasana (Seitplanke). Diese Asanas bauen dort Muskelkraft auf, wo man sie später für Posen wie Adho MukhaVrkasana (Handstand) oder Pincha Mayurasana (Unterarmstand) braucht. Wenn diese Vorbereitungsposen angenehm über einen längeren Zeitraum gehalten werden können, kann man sich mehr und mehr mit den ersten Armbalance Posen außeinandersetzen. Eine gute Anfangspose ist Bakasana (Krähe), die man auch super mit Block üben kann. Auch wenn man den Körper nicht allzulange an Hilfsmittel in den Armbalance Posen gewöhnen will, zählt in erster Linie, dass man sich wohlfühlt und ein sicheres Praktizieren gewährleisten kann. Eine weiterführende weiterführende Pose, nachdem man sich in Bakasana sicher und balanciert fühlt , ist Parsva Bakasana (seitliche Krähe). Generell gilt, dass Armbalance Posen sehr individuell sind. Jeder Körper und Geist reagiert unterschiedlich auf diese Asanas und ihre Schwierigkeitsgrade. Finde heraus welche Posen mit dir resonieren und womit du dich wohlfühlst. Der Handstand beispielsweise kann unglaublich einschüchternd sein, mag für dich aber vielleicht die perfekte Armbalance Pose sein.

Muskelkraft

Für Armbalance braucht man die nötige Muskelkraft. Es gibt 17 Muskeln allein im Schulter und Oberarm Bereich, viele davon werden bei Armbalance Posen beansprucht. Zusätzlich aktivieren wir aber auch noch andere Muskeln, wie beispielsweise die Bauchmuskulatur, wenn wir diese Asanas praktizieren. Eine gute Aufwärmphase ist also genauso wichtig wie der Aufbau gewisser Muskelgruppen, durch die oben genannten Posen, bevor wir mit Armbalance beginnen. 

Vorteile für Körper und Geist

Viele der Armbalance Posen sind auch Inversions und bringen somit schon deshalb viele Vorteile für unseren Körper mit sich. Zusätzlich stärken Armbalance Posen die oben erwähnten Muskelgruppen. Sie helfen uns aber auch zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Entspannen im Handstand klingt unmöglich? Ist es aber nicht. Durch die starke Konzentration, die wir in den Armbalance Posen aufbringen fokusieren wir unseren Geist auf eine bestimmte Sache. Dies hilft uns zu entspannen und herunterzufahren. Wir lernen außerdem Ängste zu überwinden und unserem Körper zu vertrauen. Auf psychischer Ebene wird also das Selbstvertrauen und vor allem das Vertrauen zum Körper gestärkt und auf physischer Ebene erfahren wir ebenso einen Kraftaufbau. Armbalance Posen stärken uns also auf mehreren Ebenen. Zusätzlich verbessert sich die Atmung, wenn wir uns in herausfordernde Asanas begeben. Wir lernen einen Weg zu finden, um auch in der herausforderndsten Pose den Atem ruhig und entspannt zu halten und die Kontrolle nicht zu verlieren.

Ein Marathon, kein Sprint

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass das Beginnen einer Armbalance Routine immer mehr mit einem Marathon, als mit einem Sprint vergleichbar ist. Es kann Monate dauern, bis man sich genug vorbereitet hat und sich in seine erste Armbalance Pose begibt. Aber egal ob du Monate oder Tage für diesen Weg brauchst, wichtig ist was du dabei lernst und wie du dich mit dir und deinem Körper in diesem Prozess außeinander setzt.

Autor:

Carmen Jedinger
Yoga Teacher & Teacher Trainer